Reisen

Nepal – Khumbu 2010

Nepal – 23.Oktober bis  
21.November 2010
Nach 6 Jahren Pause ging es nun wieder in mein eigentliches Lieblings-Reiseland – ins Land der höchsten Berge, nach NEPAL.
Diesmal begleitete mich Gerald. Von Kathmandu gehts per Bus nach Jiri. Ab nun waren wir fast 4 Wochen ausschließlich zu Fuß unterwegs.Es geht über 5 Pässe und 11000 Höhenmeter von Jiri bis Namche Bazar.
Dann weiter ins Gokyo-Tal mit Gokyo Ri (5357m) und Knobby View (5553m)
Über den Cho La nach Gorak Shep mit Abstecher zum Kala Patthar (5675m) und ins Everest Basislager. Das Highlight war gegen Ende der Trekkingtour die Besteigung des Island Peak (6189m)  am 13.11.2010.

Nach einem spektakulären Flug von Lukla mit unerwarteter Zwischenlandung im Terrai nach Kathmandu verbrachten wir die restlichen Tage mit Mästen, Shoppen und Sightseeing in Kathmandu. Mehr dazu siehe Tagebuch:

T A G E B U C H   S O L U   K H U M B U   –   M T .   E V E R E S T    2 0 1 0

1. + 2. Tag: 23. + 24. Okt. 2010: Flug Wien – Moskau – Delhi – Kathmandu.

Start 7:30 in Graz. Mit Geralds Eltern (WoMo) nach Wien.

Langweilige 6h in Moskau, bessere 6him neuen Delhi-Flughafen.
Kathmandu wie eh und je; einfach herrlich. Haben vieles organisiert: den Island Peak Trek us.w.
2 Nächte in 10 US$- Hotel nahe Thamel verbracht.
Durbar Square, Funpark Kathmandu, typisches Nepali-Essen u.s.w. waren die Highlights.


1. Trekkingtag, 26. Okt. 2010:
 Anreise Kathmandu – Jiri (Bus) -> Shivalaya
Um 5:30 Abfahrt Busbahnhof KTM. War eigentlich eine komfortable Fahrt. 2. Hälfte am Dach mit Traum- Aussicht.
Nach 8h45min Ankunft in Jiri. Leider kein Bus nach Shivalaya. Deshalb beginnt nun (15:00) der Everest-Trek.

Charakter: Steil bergauf durch Wälder, Terrassen und Streusiedlungen. Dann bergab nach Shivalaya.
Gehzeit:     2h50min.         480 HM                                      Höhe max.: 2386;       min.: 1778


2. Trekkingtag, 27. Okt. 2010:
 Shivalaya – Sete

Harter Tag! Aber traumhaft schön.
Steiler Anstieg. Start: 6:25. Frühstück nach 1h. Weiter zum 2. Pass (Deorali: 2500m). Dort Chai-Pause.
Schöner Abstieg nach und durch Bhandar. Weiter runter immer tiefer bis Kenja (1640m) – Mittagspause.
Extrem steil, lang und schweißtreibend teilweise wie ein Stiegenhaus bergauf (900HM).

-> Anstrengend, hat sich aber ausgezahlt.

Gehzeit:     11h15min.       2025 HM        4995 Kcal           Höhe max.: 2661;       min.: 1582
3. Trekkingtag, 28. Okt. 2010: Sete – Pikey Peak „Basecamp“

Wieder Frühstück nach 1h. – Traumaussicht!
Weiter – dann rechts abgebogen Richtung Pikey Peak. Der Weg wird immer schöner! Märchenwälder, Enzianwiesen, Ausblicke auf die höchsten Himalayagipfel in der Ferne.
Mittagspause (Nudeln) mit Logenplatz.
Weiter runter zur Einsattelung -> Quartier bezogen („Homestay bei Familien ohen viel Englischkenntnisse -> sehr einfach.
Dann rauf zum Pikey Peak: einer der besten Aussichtspunkte meines Lebens:
Der gesamte Himalaya vor mir + Mt. Everest, Lhotse, hinten der Makalu….
Abstieg – Gerald nicht unten -> wieder 170 HM rauf -> Sonnenuntergang genossen.
Zum Abendessen gabs Dal Bhat mit der Familie.

è Einer der schönsten Trekkingtage überhaupt!

Gehzeit:     11h10min.       2120 HM        4131 Kcal           Höhe max.: 4060;       min.: 2575
4. Trekkingtag, 29. Okt. 2010: Pikey Peak “Basecamp”  – Phurteng

Unruhige Nacht – wahrscheinlich wegen der Höhe.
Um 4:50 aufgebrochen – um 6:00 am Gipfel.
Es war schön, hier oben den Sonnenaufgang zu genießen, aber der Untergang war doch um einiges besser!
Zurück zum Basecamp – weiter, entlang eines Grates. War leider der falsche Weg. Kein Weg passte – 100e Tierpfade die uns verwirrten.
Endlich: nach einer Dschungel- und Dickichttour stoßen wir auf den richtigen Weg.
Weiter nach Junbesi – Keksvorrat aufgestockt und in vollem Tempo in der Abenddämmerung nach Phurteng, wo der Tag wieder mal mit Dal Bhat ausklingt.

Gehzeit:     11h10min.       2120 HM        4131 Kcal           Höhe max.: 4060;       min.: 2575
5. Trekkingtag, 30. Okt. 2010: Phurteng – Bupsa

Erstmals Frühstücken in Lodge. Schöner Panoramaweg.
Pause in Ringmu mit einem Apfelkuchen. Nun Aufstieg (szsg. Römerweg im Dschungel) zum Taksindu La (3070m) – dann steiler Abstieg ewig runter auf 1550m – dann über die 109m lange Hängebrücke über den Dudh Kosi.
Und nun geht´s los: quälender Aufstieg, schwül.

Endlich und ziemlich fertig in Bupsa angekommen.

Gehzeit:     10h30min.       1460 HM        2862 Kcal           Höhe max.: 3047;       min.: 1571
6. Trekkingtag, 31. Okt. 2010: Bupsa – Benkar

Champa Porridge in der Früh. Stetig bergauf durch dichten Wald. Schöne Strecke.
Immer wieder Tiefblicke auf die Schlucht + Reisterrassen unter uns. Der Weg führt auf fast 2900m. Dann wird’s eben und schließlich (wie könnte es anders sein) wieder steil runter nach Sorke.
1.Blick auf den Lukla- Flughafen. Enormer Flugbetrieb. Schöne Mittagspause an einem Fluss -> baden.
Leichter Regen am Nachmittag. Und dann vereint sich unser Weg mit dem „Trekkinghighway“. Plötzlich ist alles luxuriöser: Riesenlodges, sogar Billardbars, Reggaebars u.s.w.
Trekkten in die Dämmerung hinein.

Gehzeit:     10h30min.       1560 HM        2839 Kcal           Höhe max.: 2860;       min.: 2285


7. Trekkingtag, 1. Nov. 2010:
 Benkar – Namche Bazar

Es hat aufgehört zu regnen. Start nach dem Frühstück (Ricepudding). Wechselhaftes Wetter. Einige eindrucksvolle Hängebrücken. V.a. bei der Letzten vor Namche (tolles Fotomotiv) staut es sich gewaltig (Touris wegen Fotos, Yaks wegen herumstehender Touris, Porter wegen stehender Yaks usw).

Nach 400 schweißtreibenden HM waren wir in Namche.

Hier gibt´s wieder alles – s.g. ein „Mini-Thamel“. Quartierten uns im Tibet Hotel ein (200 NPR fürs Zimmer). Erledigten Hamstereinkäufe (Müsli, Keks usw.)
Pizza- und Yaksteak essen; Internet

Gehzeit:     3h45min.         865 HM          2051 Kcal           Höhe max.: 3457;       min.: 2755

JIRI-NAMCHE:           Gehzeit:          63h                 10185 HM          23491 Kcal     

 


8. Trekkingtag, 2. Nov. 2010:
 Namche Bazar – Mong

Gemütlicher Vormittag: Letzte Erledigungen in Namche – Einkäufe usw.
Mit 3 Kg mehr im Rucksack rauf zu einer traumhaften Hochebene.
Von Khunde über Khumjung bis nach Mong (3973m).
Immer wieder fantastische Blicke auf die Ama Dablam, Thamserku u.a.
Schöne Kochstelle oberhalb von Mong (über 4000m) – Tee + Instant Noodles.

Gehzeit:     4h20min.         910 HM          1163 Kcal           Höhe max.: 4062;       min.: 3453
9. Trekkingtag, 3. Nov. 2010: Mong – Macherma

Nach dem Frühstück Abstieg (400 HM) – dann steiler Aufstieg im Wald.
Schöne Wasserfälle am Weg. Traumhafter Mittagsplatz (Tee + Porridge) mit Blick vom Thamserku bis Cho Oyu.

Um 14:00 Ankunft in Macherma. Nach eiskalter Wäsche im Bach Infonachmittag über die Höhenkrankheit.
Abstieg in noch nicht ganz fertigen Yeti Inn.

Gehzeit:     6h50min.         1030 HM                                    Höhe max.: 4420;       min.: 3600

 

10. Trekkingtag, 4. Nov. 2010: Macherma – Gokyo (+ Gokyo Ri)

Erstmals -2°C draußen / 2°C drinnen. Nach Frühstück Aufbruch (3h) nach Gokyo – steil bergauf zum 1. (Mini)See, dann zum 2. Und beim wunderbaren 3. Liegt Gokyo.
Cho Oyu Lodge – Wäsche waschen. Gerald hat eine Magenverstimmung. Deshalb bin ich allein am Nachmittag in 1h 15min. zum Gokyo Ri.
Leider etwas spät – keine Everestsicht wegen zu dichter Nachmittagsbewölkung.
War 3 ½ h oben – trotzdem wunderbare Aussicht.

Gehzeit:     9h55min.         1180 HM                                    Höhe max.: 5357;       min.: 4408

11. Trekkingtag, 5. Nov. 2010: Gokyo <-> Knobby View (Ngozumpa Tse)

Um 6:20 gings los. Eisig kalt bis die Sonnenstrahlen wärmten.
Vor uns leuchtet die Cho Oyu- Wand. Vorbei am 4. See – dann langer Hatsch zum 5. See.

Von hier bzw. nach dem 5. See Aufstieg (1h 30min) zum Knobby View auf 5553m.
Erst der hintere Gipfel ist der Richtige.
Unglaubliches 360°-Panorama wie von mir noch nie zuvor erlebt:
Cho Oyu, Everest, Lhotse Makalu, 100e weiter Gipfel, der Gletscher,

die Seen…1A!!
Blieben 3h (11:00 bis 14:00) – kochten Tee + Porridge.
Ewig langer Rückweg.

Gehzeit:     11h20min.       1100 HM                                    Höhe max.: 5520;       min.: 4740
12. Trekkingtag, 6. Nov. 2010: Gokyo <-> 2x Gokyo Ri

Heute war gleich 2x der Gokyo Ri dran.
Am Vormittag bei Prachtwetter. Dann nochmals am Abend (starteten um 15:30 unten, waren um 16:40 oben).

Ein unglaublicher Sonnenuntergang: Vier 8000er leuchteten im Abendrot!

Dazwischen: baden und kochen im/am See.

Gehzeit:     10h00min.       1435 HM                                    Höhe max.: 5340;       min.: 4653


13. Trekkingtag, 7. Nov. 2010:
 Gokyo – Dzongla

Start 6:00. Kerosin bei einer Lodge nachgefüllt.
Im Morgenlicht geht’s über den Gletscher. Frühstück in Thangnak.

Dann rauf zum Cho La. Zuerst gemütlich entlang eines halb gefrorenen Flusses. Nach kurzer Bergabphase geht’s aber 350 HM über Felsbrocken und Schutt steil rauf zum Pass. Über Gletscher – dann steil runter. Mittagspause an einem See.
Gleich danach die 2 Ladges in Dzongla. Für mich die schlechteste Nacht: eiskalt + dormetory.

Gehzeit:     9h05min.         1035 HM        2403 Kcal           Höhe max.: 5336;       min.: 4670
14. Trekkingtag, 8. Nov. 2010: Dzongla – Gorak Shep (+ Kala Pattar)

Eisige Nacht – komischerweise hab ich in keiner Nacht so gefroren wie diesmal. Trotz Socken + Innenschlafsack, aber ohne Decken.
Auch der Start war eisig – immer hoch über dem Tal.
Schließlich erreichten wir den „Touristenhighway“. Weiter mit schöner Aussicht auf die Wand im Norden mit Pumori – entlang des Khumbu- Bachs nach Lobuche (Frühstück). Wirkt sehr ungemütlich hier.

 

Weiter in 1h45min nach Grok Shep. Der Schluß des Weges anstrengend über Gletscher(schutt).
Nachmittags rauf zum Kala Patthar (in 52min.) und fantastischen Sonnenuntergang erlebt.
Gehzeit:     11h30min.       1120 HM                                    Höhe max.: 5510;       min.: 4760
15. Trekkingtag, 9. Nov. 2010: Gorak Shep – Lobuche (Everest Basecamp)

Langes Ausschlafen. Dann gegen 9 Aufbruch zum Everest Basecamp. In 1 1/2h waren wir dort. 2 Zelt waren zu sehen – waren aber keine auf den Everest, sondern für einen anderen Berg (6000er).

Gingen weiter zum Beginn des Khumbu- Eisfalls. Faszinierend.
Zurück nach Gorak Shep – Mittagspause. Weiter nach Lobuche ins „Above the clouds“.

Gehzeit:     7h15min.         575 HM                                      Höhe max.: 5351;       min.: 4971
16. Trekkingtag, 10. Nov. 2010: Lobuche – Chukhung

Die Lodge war mies, die Nacht eine Katastrophe. Bauchzwicken und fast schlaflos.
Geschwächt gings zuerstüber den Gletscher, dann zuerst gemütlich, dann immer steiler rauf zum Kongma La. Ein Argentinier begleitete uns.
Am Pass war ich am Ende meiner Kräfte: Müde, schwach, fiebrig. Wir soll ich da nur wieder runter kommen?

Trotzdem: Traum-Aussicht in beide Richtungen: Manaslu im Hintergrund, Seen unter uns.

Weiter, langer Abstieg bis Chukhung.
Geschwächt ins Bett – Abendessen –zurück ins Bett. Abstieg in „Sunrise eco guest house“.

Gehzeit:     7h25min.         850 HM           3153Kcal           Höhe max.: 5533;       min.: 4766

17. Trekkingtag, 11. Nov. 2010: Chukhung (Chukhung Ri)

Langes Ausschlafen. Noch immer schwach aber fühle mich doch besser. Wäsche waschen im eiskalten Fluss.
Start (langsam) rauf zum Chukhung Ri (2h).
Tolle Aussicht oben: die gesamte Lhotse Südwand, Makalu, Island Peak, Pumori und sogar der Cho Oyu. Nachmittags Sonne vor der Lodge genossen.
Gehzeit:     4h25min.         845 HM                                      Höhe max.: 5542;       min.: 4737


18. Trekkingtag, 12. Nov. 2010:
 Chukhung – Island Peak Basecamp
Gerald hatte die ganze Nacht Magenprobleme -> unsicher ob wir heute gehen oder nicht.
Gingen dann aber doch zum B.C.
Ausrüstungscheck + Ausborgen der fehlenden Ausrüstung. Vormittags Aufstieg zum B.C.
In 2 ¼ h mit unserem guide Purban. Seiltraining nach Mittagessen.

Gehzeit:     2h25min.                                 420 HM              Höhe max.: 5102;       min.: 4737
19. Trekkingtag, 13. Nov. 2010: Island Peak – Chukhung

Es ist soweit: kurz nach 0:30 wurden wir von der Crew geweckt.
Tee, dann Porridge, dann Toast und ein „Lunchpaket“ – Brot mit Käse + 1 Ei.
Um 2:00 waren wir startklar. Mit 2 Schichten Hosen, Plastikschuhen, Eispickel, Steigeisen + Klettergurt geht’s im Stirnlampenlicht zuerst 700 HM über Geröll, teilweise steile Felspassagen bergauf – sofern man das im Stirnlampenlicht schon beim Raufgehen erkannte.

Waren ziemlich zügig unterwegs. Starteten als eine der letzten Gruppen, überholten aber viele „Grüppchen“.
Auf fast 5800m erreichten wir den s.g. „Cramponpoint“  – also der Steigeisenpunkt.
Klettergurt anlegen, Steigeisen anlegen, 3er Seilschaft gründen und ab geht’s ins ewige Eis.

Schön langsam wird´s hell.

Und dann die schwersten 200 HM: Die Steilwand rauf mit einer Seilklemme -> hier Sonnenaufgang.
Und dann noch der Gipfelgrat – ausgesetzt und spektakulär zum Gipfel.

Waren 1 ganze Stunde am Gipfel. Direkt gegenüber der Lhotse- Südwand. Im Hintergrund der Makalu, die Ama Dablam, Mera Peak und das Chukhung- Tal.
Ein Traum !!!

Hatte diesmal überhaupt keine Probleme beim Aufstieg.

Beim Abstieg sieht man erst die gewaltigen Gletscherspalten und Eislandschaft.
Um 12:00 Ankunft im Basislager -> 2h Rast, Essen, lästige 2h Abstieg nach Chukhung.

-> Der schönste meiner mittlerweile drei 6000er. Spektakulärster Aufstieg und Aussichten!!!
Gehzeit:     14h50min.                               1335 HM            Höhe max.: 6130;       min.: 4726

20. Trekkingtag, 14. Nov. 2010: Chukhung – Khumjung
Langes Ausschlafen. Um 9:00 Start zum langen Abstieg über Dingboche, Pengboche und Tengboche. Kurzer Stop im berühmten Tengboche. Besuchten die Gompa (ohne Zeremonie, die ausfiel).
Dann noch langer Abstieg, dann Aufstieg bis Khumjung.
Ankunft bereits in der Dunkelheit (18:00) – nette Lodge – einzigen Touris.

Gehzeit:     8h30min. brutto                      810 HM              Höhe max.: 4694        min.: 3288

21. Trekkingtag, 15. Nov. 2010: Khumjung – Phakting

Morgens Besuch der Gompa von Khumjung (Incl. Yeti-Skalp).
Khumjung präsentierte sich wieder als gemütliche, sonnige Stadt mit Traum- Umgebung. Weiter zum 4*-  Everest View Hotel. Mittagessen mit Blick auf den Everest.

Runter nach Namche. Dort kurz verwöhnen lassen mit Internet u.s.w.
Weiter runter in 3h nach Phakting.

Gehzeit:     7h30min.                                 520 HM              Höhe max.: 3870;       min.: 2660
22. Trekkingtag, 16. Nov. 2010: Phakting – Lukla

Nach einem gemütlichen Morgen genauso gemütlich den letzten Trekkingtag in Angriff genommen. Pause mit kochen und Wäsche waschen am Fluss.
Weiter rauf nach Lukla -> Trekkingende.

Im schönen Hotel Mera einquartiert. Besuch des spektakulären Flughafens. Sahen einen Flugstart und zig Helikopter.

Dann mussten wir 2h warten, bis das Büro für die Rückbestätigung des Flugs aufsperrte -> Chaos pur.
Neue Abflugzeit morgen: 8:30

Super – Essen in Lodge.

Gehzeit:     3h45min.                                 445 HM              Höhe max.: 2872;       min.: 2453

Zusammenfassung Trekkingtour:
22 Trekkingtage: 23795 Höhenmeter


26. Tag, 17. Nov. 2010:
 Lukla – Kathmandu

Was für ein Tag! Stressvoll, abenteuerlich, ärgerlich und erfreulich.
Aufregend, erlebnisreich und trotzdem bitte nie mehr wieder!

Die Vorsituation:
Wer ein Flugticket für heute hat, fliegt zuerst, sonst wird man ganz hinten in der 1000-Passagiereliste angereiht. Pro Maschine passen vielleicht 18 Leute rein.
Gestern warteten wir 2h um unser Ticket mit neuer Abflugszeit zu versehen (8:30 statt 7:00). Seit 5 Tagen fast kein Flug -> Lukla ist überfüllt mit frustrierten Touris.
Was tun? Raustrekken kostet mind. 6 Tage!

Wolkenloser Himmel in der Früh. Alles scheint für uns zu laufen. Sind schon um 6:30 am Flughafen. Beim Schalter schon ~ 30 Leute vor uns. Aber es tut sich stundenlang nichts.
Die Schlange wird immer länger. Wetter noch immer perfekt.
Gerüchte kommen auf: dichter Nebel in Kathmandu -> deshalb keine Starterlaubnis für kleine Flieger (wegen Sichtflug).

Immer wieder werden aber Reisegruppen zum Security-Check geführt – hmm.. ein korrupter Haufen. Die ersten 4 Maschinen aus KTM landen. Passagiere steigen ein (nur Reisegruppen) und fliegen.

Noch immer kein Schalter offen. Gerüchte besagen, daß KTM wieder komplett geschlossen ist. Man hört von Heliflügen (verzweifelte Touris), die 900 US$ zahl(t)en.
Nichts geht für 2 weitere Stunden.
Im Tara- Office sagen sie: 50:50, daß heute noch was geht. Na super!

Und dann: Ein Angestellter sperrt den Check-in Schalter auf. Wird natürlich bestürmt. Gleich wird ihm ein Packerl mit etwa 15 tickets (wieder Gruppenreisen) hingehalten.
Irgendwann nimmt er mit viel Zittern unsere 2 Tickets… und gibt uns Boardingpässe.
Puhhh – Gepäck eingecheckt – runter zum Security- Check. Vor dem Gate gewartet. Und noch immer zittern:
Nur sehr selten kommt ein Flieger. Nie ist unser Flieger dabei. Wetterbedingt wird’s immer kritischer – Nebel zieht auf. Endlich: unser Flieger.
Und weiter geht das Abenteuer: Laut, tieffliegend aber wahnsinnig interessant. Leider viele Wolken. Nach 20 min. plötzlich die Landung – aber nicht in KTM sondern auf einem Acker in den Tropen.
Zitat Pilot: „30 min. break – too much trafic in Kathmandu“.‘ Wahnsinn!!

Und dann endlich: endlich Landung in KTM. In Thamel den Abend gemütlich mit Dal Bat und einigen Everest-Bieren ausklingen lassen.

Meldung: am 18.11. nur 2! Flugzeuge aus Lukla. Alles soll verzweifelt sein.

27. Tag, 18. Nov. 2010: Kathmandu

Ausgiebiges Frühstück in Bakery. Dann Sightseeingprogramm:

Pashupatinath (2 Verbrennungen gesehen) und weiter nach Bodnath (das tibetische Zentrum in KTM).
Am Nachmittag/ Abend war shoppen in thamel angesagt.
Abendessen im Steakhouse bzw. Nachspeise in unserer Lieblings“Weizen Bakery“.

28. Tag, 19. Nov. 2010:
 Kathmandu

Wieder Weizen-Bakery – Frühstück.
Zu Fuß zum Kathmandu-Durbar Square und weiter zur Freak- Street.
Mit Taxi nach Patan. Den wunderbaren Durbar- Square dort abfotografiert. 2x auf Rooftop- terrasse.

Weiter mit dem Taxi nach Swayambhunath – dem Monkey-tempel: ein hoch über der Stadt gelegener buddhistischer Tempel mit Hindu- Einflüssen.
Tempel im Abendlicht genossen. Etwas ähnlich wie gestern Bodnath mit dem Auge Buddhas.
Scharen von Affen um die Anlage (daher der Name).
Last Supper bei unserem Lieblingslokal auf der Dachterrasse bei Dal Bhat + Everest.

29. + 30. Tag: 20. + 21. Nov. 2010: Kathmandu – Flug – Delhi Moskau – Wien -> Graz

Letzter Vormittag in Thamel -> Shopping was das Zeug hält: Schlafsack, Tasche, Hauben u.s.w.
Mit dem Taxi zum Flughafen. Flug KTM -> Delhi. Dort 1 Nacht am Boden im Schlafsack verbracht. Nicht so schlimm im neuen Flughafen.
Weiter Delhi – Moskau über Hindukush und Aralsee.
Wieder 7h warten. Weiterflug Wien.
Herbert hat uns abgeholt. Spätnachts in Graz.